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Ultraschallgerät kaufen

Wer ein medizinisches Ultraschallgerät kaufen möchte, sollte nicht mit Hersteller, Modell oder Preis beginnen, sondern mit dem geplanten Untersuchungsspektrum. Abdomen-Sonographie, Gefäßdiagnostik, Echokardiographie und Point-of-Care-Ultraschall stellen unterschiedliche Anforderungen an Schallköpfe, Doppler-Verfahren, Bildqualität und Workflow.

Die wichtigste Kaufentscheidung lautet deshalb nicht: „Welches ist das beste Ultraschallgerät?“, sondern: Welches Ultraschallsystem bildet die Untersuchungen meiner Praxis zuverlässig, wirtschaftlich und im täglichen Arbeitsablauf sinnvoll ab?

Dieser Leitfaden zeigt, welche Kriterien bei der Auswahl eines medizinischen Sonographiegeräts wichtig sind und welche Fragen Sie vor einer Bestellung, Finanzierung oder Gerätevorführung klären sollten.

Inhalt

Einsatzbereich vor dem Gerätekauf definieren

Ein Ultraschallgerät sollte für die Untersuchungen ausgewählt werden, die tatsächlich durchgeführt werden. Eine lange Funktionsliste ist kein Ersatz für ein klar definiertes Anwendungsspektrum.

Erstellen Sie vor der ersten Gerätevorführung eine Liste Ihrer geplanten Untersuchungen. Unterscheiden Sie dabei zwischen regelmäßigem Kerngeschäft und Anwendungen, die lediglich perspektivisch vorgesehen sind.

EinsatzbereichTypische AnforderungenTypische Sondenausstattung
Allgemeinmedizin / Innere MedizinAbdomen, Schilddrüse, orientierende Gefäßdiagnostik, gute B-Bild-DarstellungKonvexsonde und hochfrequente Linearsonde
GefäßdiagnostikFarbdoppler, PW-Doppler, Spektraldarstellung und reproduzierbare EinstellungenLinearsonde
EchokardiographiePhased Array, M-Mode, Farb- und Spektraldoppler; je nach Anwendung PW und CWPhased-Array-Sonde
POCUS / NotfallmedizinSchneller Systemstart, einfache Presets, Mobilität, Akku und effizienter WorkflowJe nach Protokoll Linear-, Konvex- und/oder Phased-Array-Sonde
MSK / oberflächennahe StrukturenHohe Detailauflösung und gute NahfelddarstellungHochfrequente Linearsonde
SchilddrüsensonographieDetailreiche Darstellung oberflächennaher StrukturenHochfrequente Linearsonde

Für die Auswahl eines Ultraschallgeräts für Allgemeinmedizin und Hausarztpraxis gelten daher andere Prioritäten als für ein dediziertes Echokardiographie- oder POCUS-System.

Praxisregel: Definieren Sie zuerst fünf bis zehn Untersuchungen, die den überwiegenden Teil der späteren Nutzung ausmachen. Testen Sie das Gerät genau an diesen Anwendungen.

Welche Ultraschallsonden werden benötigt?

Die Sondenausstattung gehört zu den wichtigsten Kaufkriterien. Ein technisch leistungsfähiges System ist nur dann sinnvoll, wenn geeignete Schallköpfe für die geplanten Untersuchungen verfügbar sind.

Linearsonde

Eine Linearsonde eignet sich typischerweise für oberflächennahe Strukturen und Anwendungen, bei denen eine hohe Detailauflösung wichtig ist. Dazu können Gefäße, Schilddrüse und muskuloskelettale Untersuchungen gehören.

Konvexsonde

Die Konvexsonde wird häufig für tiefer liegende Strukturen und die Abdomensonographie verwendet. Ihr breites, gekrümmtes Bildfeld ist für viele Untersuchungen der Bauchorgane geeignet.

Phased-Array-Sonde

Eine Phased-Array-Sonde bietet ein kleines Kontaktfeld und eine sektorartige Darstellung. Sie ist insbesondere in der Echokardiographie und bei bestimmten POCUS-Anwendungen relevant.

Eine ausführliche Entscheidungshilfe finden Sie im Vergleich von Linearsonde, Konvexsonde und Phased-Array-Sonde.

Beim Gerätekauf sollten Sie außerdem klären:

  • Welche Sonden sind mit dem System kompatibel?
  • Welche Frequenzbereiche decken die Schallköpfe ab?
  • Wie viele Sondenanschlüsse stehen gleichzeitig zur Verfügung?
  • Muss während des Praxisbetriebs regelmäßig umgesteckt werden?
  • Wie liegen die Sonden bei längeren Untersuchungen in der Hand?
  • Wie erfolgt die Reinigung und Aufbereitung?
  • Welche Ersatz- und Reparaturmöglichkeiten bestehen?

Mehr zur technischen Auswahl lesen Sie unter Frequenz, Eindringtiefe und Auswahl einer Ultraschallsonde.

Welche Funktionen sollte ein Ultraschallgerät haben?

Der notwendige Funktionsumfang hängt vom Anwendungsspektrum ab. Nicht jede Praxis benötigt jedes Spezialverfahren.

B-Mode

Der B-Mode bildet die Grundlage vieler diagnostischer Ultraschalluntersuchungen. Entscheidend sind eine für die Anwendung ausreichende Bildqualität, schnelle Bedienbarkeit und reproduzierbare Einstellungen.

Farbdoppler

Der Farbdoppler stellt Strömungsinformationen farbcodiert im B-Bild dar. Bei Gefäßdiagnostik, Echokardiographie und zahlreichen weiteren Fragestellungen gehört er häufig zu den relevanten Funktionen.

PW- und CW-Doppler

Ob PW- oder CW-Doppler erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Die technischen und praktischen Unterschiede erklären wir ausführlich im Beitrag PW- und CW-Doppler im Vergleich.

M-Mode

Der M-Mode stellt die Bewegung von Strukturen entlang einer Schalllinie im zeitlichen Verlauf dar. Er spielt unter anderem in der Echokardiographie und bei ausgewählten POCUS-Anwendungen eine Rolle.

CEUS und weitere Spezialverfahren

Kontrastmittelverstärkte Sonographie, Elastographie oder spezielle Advanced-Imaging-Funktionen sollten nur dann kaufentscheidend sein, wenn sie im geplanten Untersuchungsspektrum tatsächlich benötigt werden.

Eine strukturierte Übersicht finden Sie unter Arten und Verfahren der Sonographie.

Bildqualität eines Ultraschallgeräts richtig beurteilen

Bildqualität lässt sich beim Kauf nicht zuverlässig anhand eines einzelnen Herstellerbilds oder einer technischen Kennzahl beurteilen.

Ein gutes Demonstrationsbild unter idealen Bedingungen beantwortet noch nicht die Frage, wie effizient das System im eigenen Praxisalltag arbeitet.

Testen Sie deshalb:

  • Ihre typischen Untersuchungen,
  • die tatsächlich vorgesehenen Sonden,
  • Patienten mit unterschiedlichen Schallbedingungen, soweit eine fachgerechte Demonstration möglich ist,
  • die benötigten Doppler-Verfahren,
  • die Bildoptimierung während einer realistischen Untersuchung,
  • Messungen und Dokumentation,
  • den Export beziehungsweise die Übergabe der Bilder.

Wichtige Einstellungen im Praxistest

Prüfen Sie insbesondere, wie schnell sich ein diagnostisch verwertbares Bild mit den grundlegenden Einstellungen erreichen lässt:

  • Gain und TGC,
  • Bildtiefe,
  • Fokus,
  • Sendefrequenz beziehungsweise Sondenfrequenz,
  • Dynamikbereich,
  • Doppler-PRF und Skala,
  • Wandfilter und Nulllinie, soweit relevant.

Unsere technische Übersicht Bildoptimierung im Ultraschall erklärt die wichtigsten Einstellungen und ihre Auswirkungen auf die Darstellung.

Kaufkriterium: Entscheidend ist nicht nur die maximal erreichbare Bildqualität. Relevant ist auch, wie reproduzierbar und schnell Anwender im täglichen Workflow zu einer geeigneten Darstellung gelangen.

Workflow, Dokumentation und Konnektivität prüfen

Ein Ultraschallgerät ist Teil des Praxis- oder Klinikworkflows. Deshalb sollten Bedienung und Datenfluss bereits vor dem Kauf getestet werden.

Klärungsbedarf besteht insbesondere bei folgenden Fragen:

  • Wie werden Patientendaten aufgerufen oder übernommen?
  • Wie werden Untersuchungen gestartet?
  • Wie schnell lassen sich Presets wechseln?
  • Wie werden Messungen gespeichert?
  • Welche Bild- und Clipformate stehen zur Verfügung?
  • Wie erfolgt die Übertragung in vorhandene Systeme?
  • Ist eine DICOM-Anbindung vorgesehen oder erforderlich?
  • Welche Netzwerk- und IT-Voraussetzungen bestehen?
  • Wie werden Software-Updates organisiert?
  • Welche Benutzer- und Zugriffsrechte lassen sich konfigurieren?

Auch eine sehr gute Bildqualität kann im Alltag an Wert verlieren, wenn Untersuchungsablauf, Dokumentation und Datenübertragung unnötig Zeit kosten.

Die spätere Befund- und Bilddokumentation sollte daher bereits bei der Geräteauswahl berücksichtigt werden. Mehr dazu finden Sie im Beitrag Befunddokumentation in der Sonographie.

Stationäres, mobiles oder Handheld-Ultraschallgerät kaufen?

Die Bauform sollte zum Einsatzort und zum Untersuchungsspektrum passen.

Stationäres oder cart-basiertes Ultraschallsystem

Ein größeres System kann sinnvoll sein, wenn ein fester Untersuchungsraum vorhanden ist, umfangreiche Funktionen benötigt werden oder mehrere Sonden dauerhaft angeschlossen sein sollen.

Mobiles Ultraschallgerät

Mobile Systeme sind interessant, wenn Untersuchungen in mehreren Räumen oder Fachbereichen stattfinden. Neben Gewicht und Abmessungen sollten Akkulaufzeit, Transport, Systemstart und Sondenmanagement geprüft werden.

Handheld-Ultraschallgerät

Handheld-Systeme können insbesondere für mobile und fokussierte Anwendungen interessant sein. Bei der Auswahl sollten Bildqualität, verfügbares Sondenkonzept, Software, Endgerät, Datenschutz, Akkukonzept und der geplante klinische Workflow gemeinsam betrachtet werden.

Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie unter mobile, portable und Handheld-Ultraschallgeräte im Vergleich.

Neues oder gebrauchtes Ultraschallgerät kaufen?

Ein gebrauchtes Ultraschallgerät kann wirtschaftlich interessant sein. Der reine Kaufpreis darf jedoch nicht das einzige Entscheidungskriterium sein.

KriteriumNeugerätGebrauchtgerät
AnschaffungIn der Regel höherer KaufpreisHäufig geringerer Kaufpreis
SystemalterAktuelle GerätegenerationAbhängig von Baujahr und Nutzung
GarantieHersteller- oder Händlerkonditionen prüfenVertrag und Anbieter genau prüfen
SoftwareAktuelle Konfiguration prüfenUpdatefähigkeit und Lizenzstatus prüfen
SondenNeue oder definierte AusstattungZustand jeder Sonde separat bewerten
ServiceServicekonzept meist direkt planbarErsatzteile und Supportverfügbarkeit prüfen

Bei einem gebrauchten System sollten insbesondere Gerätehistorie, Wartungsunterlagen, Sondenzustand, Softwarestand, Zubehör, Servicefähigkeit und die konkrete Eignung für die geplanten Anwendungen geprüft werden.

Für die vertragsärztliche Versorgung ist zusätzlich die aktuelle Ultraschall-Vereinbarung relevant. Sie sieht für Ultraschallsysteme, die zum Zeitpunkt der Genehmigungserteilung bereits länger als 24 Monate in Betrieb waren, zusätzliche Anforderungen vor. Unter den dort geregelten Voraussetzungen ist unter anderem ein aktuelles Wartungsprotokoll relevant; kann dieses nicht vorgelegt werden, sieht die Vereinbarung eine bildbasierte Abnahmeprüfung vor.

Die ausführliche Prüfliste finden Sie unter gebrauchtes Ultraschallgerät kaufen: worauf achten?.

Anforderungen für Praxis und vertragsärztliche Versorgung

Bei einem medizinischen Ultraschallgerät sind neben den klinischen und wirtschaftlichen Anforderungen auch regulatorische und betriebliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.

MDR und CE-Kennzeichnung

Medizinische Ultraschallsysteme fallen im europäischen Markt unter den regulatorischen Rahmen für Medizinprodukte. Die CE-Kennzeichnung ist im jeweiligen regulatorischen Kontext ein Nachweis der Konformität mit den anwendbaren Anforderungen.

Wichtig: Eine CE-Kennzeichnung ist kein Qualitätsranking. Sie sagt nicht, welches von zwei konformen Ultraschallgeräten die bessere Bildqualität oder den besseren Praxisworkflow bietet.

Mehr dazu finden Sie unter Ultraschallgerät als Medizinprodukt: MDR und CE.

Ultraschall-Vereinbarung in der vertragsärztlichen Versorgung

Für die Ausführung und Abrechnung bestimmter ultraschalldiagnostischer Leistungen in der vertragsärztlichen Versorgung sind die Anforderungen der jeweils geltenden Qualitätssicherungsvereinbarung zur Ultraschalldiagnostik zu beachten.

Die aktuelle Vereinbarung enthält fachliche und apparative Anforderungen. Die Mindestanforderungen an Ultraschallsysteme richten sich nach definierten Anwendungsklassen. Deshalb sollte vor dem Kauf geklärt werden, für welche Anwendungsbereiche das Gerät eingesetzt und gegebenenfalls im Genehmigungsverfahren nachgewiesen werden soll.

Informationen zu Qualifikation und Genehmigung bündeln wir unter Qualifikation und KV-Genehmigung für Sonographie.

Einweisung und Betrieb

Einweisung, bestimmungsgemäßer Betrieb, Instandhaltung und Dokumentation sollten bereits vor der Geräteübernahme geklärt werden. Die konkrete Umsetzung richtet sich nach den für das Produkt und den Betreiber geltenden Anforderungen.

Zur Einordnung lesen Sie auch MPBetreibV und Geräteeinweisung bei Ultraschallgeräten.

Hinweis: Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung zur Geräteauswahl und ersetzt keine individuelle medizinische, technische oder rechtliche Prüfung. Anforderungen können sich abhängig von Anwendung, Leistungserbringung, Bundesland, Genehmigungssituation und Produkt ändern.

Service, Wartung und Einweisung vor dem Kauf klären

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Geräteentscheidung. Ein Ultraschallsystem wird häufig über Jahre genutzt. Service und technische Unterstützung sollten deshalb vor Vertragsabschluss konkret geprüft werden.

Fragen an den Anbieter

  • Wer ist der technische Ansprechpartner?
  • Wie erfolgt die Störungsmeldung?
  • Welche Reaktionszeiten gelten vertraglich?
  • Ist Remote-Support verfügbar?
  • Wie werden Sondenfehler geprüft?
  • Gibt es Ersatz- oder Leihgeräte?
  • Welche Wartungsleistungen werden angeboten?
  • Was ist im Wartungsvertrag enthalten?
  • Welche Leistungen werden separat berechnet?
  • Wie lange sind Ersatzteile und Sonden verfügbar?
  • Wie werden Software-Updates bereitgestellt?
  • Wer führt die Einweisung durch?
  • Wie wird die Einweisung dokumentiert?

Eine vertiefende Übersicht finden Sie unter Wartung, Kalibrierung und Service von Ultraschallgeräten.

Was kostet ein medizinisches Ultraschallgerät?

Die Kosten eines Ultraschallgeräts hängen stark von Systemklasse, Sondenausstattung, Doppler-Funktionen, Spezialsoftware, Konnektivität, Service und Beschaffungsmodell ab.

Vergleichen Sie deshalb nicht nur einen angegebenen Gerätepreis.

Für eine wirtschaftliche Bewertung sollten mindestens folgende Kosten berücksichtigt werden:

  • Grundsystem,
  • Ultraschallsonden,
  • Software- und Funktionspakete,
  • DICOM- oder Netzwerkanbindung,
  • Installation,
  • Einweisung und Schulung,
  • Wartung und Service,
  • mögliche Reparaturen,
  • Sondenersatz,
  • Software-Updates oder Lizenzen,
  • Finanzierungs- beziehungsweise Leasingkosten.

Unsere separate Übersicht Ultraschallgerät: Kosten und Preise behandelt die finanziellen Faktoren ausführlicher.

Empfehlung: Lassen Sie sich Angebote so aufschlüsseln, dass Grundgerät, Sonden, Softwareoptionen, Service und einmalige Nebenkosten getrennt erkennbar sind. Nur dann lassen sich verschiedene Systeme sinnvoll vergleichen.

Checkliste: Ultraschallgerät vor dem Kauf prüfen

Nutzen Sie für jede Gerätevorführung dieselbe Checkliste. So wird der Vergleich zwischen mehreren Systemen nachvollziehbarer.

1. Anwendung

  • Welche Untersuchungen werden regelmäßig durchgeführt?
  • Welche Anwendungen sind zukünftig geplant?
  • Welche Anwendungsklassen oder Genehmigungsanforderungen sind relevant?

2. Sonden

  • Sind alle benötigten Sondentypen verfügbar?
  • Passen Frequenzbereich und Bildfeld zur Anwendung?
  • Wie viele Sonden können gleichzeitig angeschlossen werden?
  • Wie ist die Ergonomie?

3. Bildqualität

  • Wurde das System an realistischen Anwendungen getestet?
  • Wie gut ist die Darstellung bei schwierigen Schallbedingungen?
  • Wie schnell lässt sich das Bild optimieren?
  • Sind relevante Artefakte und Grenzen bekannt?

4. Doppler und Spezialverfahren

  • Welche Doppler-Modi werden tatsächlich benötigt?
  • Ist die Bedienung von PRF, Nulllinie und Wandfilter effizient?
  • Werden CEUS, Elastographie oder andere Spezialverfahren benötigt?

5. Workflow

  • Wie schnell startet das System?
  • Sind Presets sinnvoll aufgebaut?
  • Wie funktioniert die Patientenauswahl?
  • Wie werden Bilder und Clips gespeichert?
  • Wie erfolgt die Befund- und Bilddokumentation?

6. IT und Konnektivität

  • Welche Schnittstellen werden benötigt?
  • Ist DICOM erforderlich?
  • Wie wird das Gerät in die vorhandene IT integriert?
  • Wie erfolgen Updates und Benutzerverwaltung?

7. Betrieb

  • Wie erfolgt die Einweisung?
  • Welche Unterlagen werden bereitgestellt?
  • Wie sieht das Wartungskonzept aus?
  • Welche Reaktionszeiten bietet der Service?

8. Wirtschaftlichkeit

  • Was kostet das vollständig konfigurierte System?
  • Welche Optionen sind im Angebot enthalten?
  • Welche laufenden Kosten entstehen?
  • Wie hoch ist das wirtschaftliche Risiko eines Sondenausfalls?

Für die konkrete Konfiguration eines Systems lesen Sie anschließend unsere Kaufberatung zur Ausstattung medizinischer Ultraschallgeräte.

Häufige Fragen zum Kauf eines Ultraschallgeräts

Kann man einfach so ein Ultraschallgerät kaufen?

Der Erwerb eines Ultraschallgeräts ist von der Frage zu unterscheiden, wer das Gerät für welche medizinische Anwendung betreiben, benutzen und Leistungen damit abrechnen darf. Für den professionellen medizinischen Einsatz sind die jeweils geltenden regulatorischen, betrieblichen und gegebenenfalls vertragsärztlichen Anforderungen zu prüfen.

Was muss ein gutes Ultraschallgerät haben?

Ein gutes Ultraschallgerät muss vor allem für das geplante Untersuchungsspektrum geeignet sein. Entscheidend sind passende Sonden, erforderliche Bildgebungs- und Doppler-Verfahren, ausreichende Bildqualität, effizienter Workflow, Dokumentation, Service und die Eignung für die regulatorischen beziehungsweise genehmigungsbezogenen Anforderungen des Einsatzbereichs.

Welches Ultraschallgerät ist das beste?

Ein allgemein bestes Ultraschallgerät gibt es nicht. Ein System für Echokardiographie wird nach anderen Kriterien ausgewählt als ein POCUS-Gerät oder ein System für Abdomen- und Schilddrüsensonographie. Die Geräteauswahl sollte deshalb immer vom Anwendungsspektrum ausgehen.

Welches Ultraschallgerät eignet sich für Allgemeinmedizin?

Für allgemeinmedizinische Anwendungen sind häufig eine vielseitige B-Bild-Darstellung, geeignete Sonden für Abdomen und oberflächennahe Strukturen sowie – abhängig vom Leistungsspektrum – Doppler-Funktionen relevant. Die konkrete Ausstattung sollte anhand der tatsächlich geplanten Untersuchungen festgelegt werden.

Sollte man ein Ultraschallgerät neu oder gebraucht kaufen?

Beide Varianten können sinnvoll sein. Bei Gebrauchtgeräten sollten Gerätehistorie, Sondenzustand, Wartungsunterlagen, Software, Servicefähigkeit und die Eignung für den geplanten Einsatz besonders sorgfältig geprüft werden. Für bestimmte vertragsärztliche Genehmigungssituationen enthält die Ultraschall-Vereinbarung zusätzliche Anforderungen an länger als 24 Monate betriebene Systeme.

Wie viele Ultraschallsonden braucht eine Praxis?

Die Anzahl hängt vom Untersuchungsspektrum ab. Für eine Praxis mit Abdomen- und Schilddrüsensonographie können beispielsweise eine Konvex- und eine Linearsonde zentrale Bestandteile der Ausstattung sein. Zusätzliche Anwendungen können weitere Sondentypen erforderlich machen.

Braucht ein Ultraschallgerät Doppler?

Nicht für jede sonographische Fragestellung ist ein Doppler-Verfahren erforderlich. Werden Gefäße, Blutströmungen oder bestimmte kardiale Fragestellungen untersucht, können Farb-, PW- oder CW-Doppler jedoch wesentliche Bestandteile des benötigten Funktionsumfangs sein.

Was sollte man bei einer Gerätevorführung testen?

Testen Sie Ihre häufigsten Untersuchungen mit den vorgesehenen Sonden. Prüfen Sie Bildoptimierung, Doppler-Einstellungen, Messungen, Dokumentation, Datenübertragung und den vollständigen Untersuchungsworkflow. Verwenden Sie für alle verglichenen Systeme dieselbe Prüfliste.

Ultraschallgerät für Praxis oder Klinik auswählen

Die sinnvollste Gerätekonfiguration ergibt sich aus Fachgebiet, Untersuchungsspektrum, benötigten Sonden, Doppler-Verfahren und vorhandenem Workflow.

Vor einer Kaufentscheidung sollten diese Anforderungen strukturiert dokumentiert und mehrere Systeme anhand identischer Kriterien verglichen werden.

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Weiterführende Themen

Quellen und fachlicher Stand

Stand der redaktionellen Prüfung: Juli 2026. Regulatorische und vertragsärztliche Anforderungen können geändert werden. Vor einer Beschaffungs- oder Genehmigungsentscheidung ist die jeweils aktuelle Fassung der einschlägigen Regelungen zu prüfen.